Lizenzen & Urheberrecht

So vermeidest du Copyright-Claims auf YouTube

So vermeidest du Copyright-Claims auf YouTube

TL;DR

  • Gehe nicht davon aus, dass die Nennung des Urhebers automatisch bedeutet, dass du urheberrechtlich geschützte Musik sicher verwenden darfst.
  • Verlasse dich nicht auf die sogenannte „5-Sekunden-Regel“. Es gibt keine allgemeine Regel, nach der die Verwendung von ein paar Sekunden urheberrechtlich geschützter Musik automatisch erlaubt ist.
  • Nutze spezialisierte Anbieter, die Musik, Videos und Bilder mit klaren und transparenten Lizenzbedingungen anbieten.
  • Copyright-Claims können deine Monetarisierung beeinträchtigen, dein Video stummschalten oder blockieren oder sogar bestimmte Shorts weltweit sperren. Sei besonders vorsichtig, wenn Content-Erstellung deine Haupteinnahmequelle ist.
  • Verstehe, dass ein Content-ID-Claim nicht dasselbe ist wie ein Copyright-Strike.
  • Musik, die online als „kostenlos“ oder „copyright-frei“ bezeichnet wird, kann trotzdem Copyright-Claims auslösen.
  • Du weißt nie, welches Musikstück bei Content ID registriert ist. Befolge die Anweisungen des Anbieters zur Whitelist deines Kanals, um Copyright-Claims zu vermeiden.

Copyright-Claims sind für viele Creator ein echtes Ärgernis, da sie die Monetarisierung beeinträchtigen, den Zugriff auf Videos einschränken oder Videos sogar blockieren können. Wenn du weißt, wie du Copyright-Claims auf YouTube vermeiden kannst, wird dein Alltag als Creator deutlich einfacher und du kannst dich auf deine eigentliche Arbeit konzentrieren.

In diesem Guide zeigen wir dir die häufigsten Fehler von Creatorn, erklären, wie das Content-ID-System von YouTube funktioniert, worin der Unterschied zwischen Copyright-Claims und Copyright-Strikes besteht und wie du Musik auswählst, die du mit gutem Gewissen verwenden kannst.

Häufige Copyright-Fehler bei YouTube-Musik, die du vermeiden solltest

Die meisten Copyright-Probleme beginnen mit einem einfachen Missverständnis:

„Wenn ich den Song online finden und herunterladen kann, kann ich ihn auch in meinem Video verwenden.“

Ein Song kann auf YouTube, Spotify, TikTok, Instagram oder einer anderen Website verfügbar sein, ohne dass du die Erlaubnis hast, ihn in deinem eigenen Video zu verwenden.

Das Urheberrecht gibt dem Rechteinhaber grundsätzlich die Kontrolle darüber, wie sein Werk verwendet werden darf. Wenn du die Musik einer anderen Person verwenden möchtest, brauchst du normalerweise deren Erlaubnis, eine passende Lizenz oder eine andere rechtliche Grundlage, die die Nutzung erlaubt.

Um die Folgen der unbefugten Verwendung urheberrechtlich geschützter Musik zu vermeiden, ist es wichtig, einige der häufigsten Missverständnisse über Musiklizenzen zu kennen:

Unklarheiten bei den verschiedenen Arten von Musiklizenzen

„GEMA-frei“, „copyright-frei“, „kostenlose Musik“ und „Creative Commons“ werden häufig so verwendet, als würden sie dasselbe bedeuten.

Das ist nicht der Fall.

GEMA-freie Musik bedeutet beispielsweise in der Regel, dass du nach dem Erwerb der entsprechenden Lizenz nicht bei jeder Nutzung der Musik erneut laufende Lizenzgebühren zahlen musst. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Musik kostenlos ist oder dass du sie ohne Einschränkungen für jeden beliebigen Zweck verwenden darfst.

Da es so viele Missverständnisse rund um Musiklizenzen gibt, können selbst Musikkanäle, die Musik für YouTube-Creator anbieten, die Lizenzbedingungen falsch darstellen. Unser Rat lautet deshalb: Lade Musik nicht von beliebigen Quellen aus dem Internet herunter, sondern nutze etablierte Plattformen für GEMA-freie Musik, die ihre Lizenzbedingungen transparent kommunizieren.

Der Irrglaube, dass Namensnennung eine Lizenz ersetzt

Das ist eins der hartnäckigsten Missverständnisse auf YouTube.

Du findest einen Song, der dir gefällt, fügst den Namen des Künstlers in deine Beschreibung ein und gehst davon aus, dass du damit auf der sicheren Seite bist.

Leider sind die Nennung des Urhebers und die Erlaubnis zur Nutzung zwei verschiedene Dinge.

YouTube weist ausdrücklich darauf hin, dass die Nennung des Urheberrechtsinhabers allein keine Erlaubnis zur Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials darstellt. Dasselbe gilt für Hinweise wie „Keine Urheberrechtsverletzung beabsichtigt“ oder „Ich besitze diese Musik nicht“.

Eine Namensnennung in deiner Videobeschreibung kann unter Umständen eine zusätzliche Voraussetzung der jeweiligen Musiklizenz sein. Entscheidend ist jedoch, dass du eine gültige Lizenz erworben hast, die die Nutzung des Materials auf YouTube erlaubt.

Nutzung beliebter Musik ohne Erlaubnis

Bekannte Chart Hits sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt, und ihre Verwendung in einem YouTube-Video kann zu einem Content-ID-Claim oder anderen urheberrechtlichen Konsequenzen führen.

Das bedeutet nicht, dass du kommerziell veröffentlichte Musik niemals verwenden darfst. Bei kommerziell veröffentlichter Musik – also Songs, die du beispielsweise im Radio hören würdest – benötigst du für deine konkrete Nutzung häufig die Erlaubnis oder eine Lizenz der jeweiligen Rechteinhaber. Und solche Lizenzen können sehr teuer sein.

Davon ausgehen, dass wenige Sekunden immer erlaubt sind

Es gibt keine Mindestdauer, bis zu der du urheberrechtlich geschützte Musik verwenden darfst, ohne einen Copyright-Claim zu riskieren.

Die offiziellen Hinweise von YouTube erklären, dass selbst eine kurze Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material zu einem Content-ID-Claim führen kann. Ob eine bestimmte Nutzung unter eine urheberrechtliche Ausnahme fällt, ist eine separate rechtliche Frage und hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

Das Content-ID-System von YouTube kann urheberrechtlich geschütztes Material erkennen, selbst wenn es nur für einen Bruchteil einer Sekunde verwendet wird.

Versuche also nicht, die Nutzung dadurch „sicher“ zu machen, dass du den Ausschnitt auf wenige Sekunden kürzt. Das funktioniert nicht.

Welche Musik darfst du legal auf YouTube verwenden?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, und jede davon hat ihre eigenen Bedingungen.

GEMA-freie Musik

GEMA-freie Musik ist eine der einfachsten Optionen für Creator, die professionelle Musik verwenden möchten, ohne für jeden einzelnen Künstler individuelle Nutzungserlaubnisse einholen zu müssen.

Der größte Vorteil für dich als Content Creator?

Lizenzen für GEMA-freie Musik sind erschwinglich und legen klar fest, wie du die Musik verwenden darfst.

Eine seriöse Plattform für GEMA-freie Musik sollte dir genau sagen, was du mit ihren Tracks machen darfst.

HookSounds produziert beispielsweise seinen Katalog selbst und bietet einen großen Katalog an GEMA-freier Musik speziell für Creator und andere Arten von Content.

Nur weil GEMA-freie Musik erschwinglich ist, bedeutet das nicht, dass sie von minderer Qualität ist. Die heutigen Veröffentlichungen können höchsten professionellen Standards entsprechen. Und es gibt passende Musik für praktisch jede Art von Content.

Hier sind drei Beispiele für GEMA-freie Musik aus dem aktuellen HookSounds-Katalog:

Rainy Day ist ein ruhiges, zurückhaltendes und entspanntes Lo-Fi-Instrumental mit einer verträumten Atmosphäre. Der Track eignet sich besonders gut für Vlogs und Videos, in denen du direkt in die Kamera sprichst, und verleiht ihnen einen dezenten Energieschub.

Tropical Summer ist ein energiegeladener Tropical-Pop-Track mit guter Laune. Er eignet sich perfekt für Reise-, Lifestyle- und andere dynamische Inhalte. Wähle diesen Track, wenn sich deine Projekte als modern, lebendig und frisch beschreiben lassen.

Dramatic Buildup verfolgt einen völlig anderen Ansatz und setzt auf dunkle, cineastische Orchesterklänge. Der Track eignet sich perfekt für epische Abenteuer, Gaming-Highlights und eindrucksvolle Momente, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollen.

Creative Commons

Creative Commons (CC) ist eine weitere Möglichkeit und kann unter bestimmten Bedingungen kostenlos genutzt werden.

Du musst die jeweilige Lizenz trotzdem verstehen. CC ist nicht einfach nur CC – die konkrete Lizenz legt genau fest, was du mit der Musik tun darfst und was nicht. Hier findest du eine praktische Übersicht:

  • CC BY – Du darfst die Musik in YouTube-Videos verwenden und bearbeiten, auch in monetarisierten Videos, solange du den Urheber korrekt nennst.
  • CC BY-SA – Du darfst die Musik verwenden und bearbeiten, auch für kommerzielle Zwecke. Bearbeitungen müssen jedoch unter derselben Lizenz weitergegeben werden.
  • CC BY-ND – Du darfst die Musik in YouTube-Videos verwenden, auch in monetarisiertem Content, darfst das Originalwerk jedoch nicht verändern.
  • CC BY-NC – Du darfst die Musik verwenden und bearbeiten, aber nicht für kommerzielle oder monetarisierte Inhalte.
  • CC BY-NC-SA – Du darfst die Musik für nicht-kommerzielle Videos verwenden und bearbeiten. Bearbeitungen müssen jedoch unter derselben Lizenz veröffentlicht werden.
  • CC BY-NC-ND – Die restriktivste Option: Du darfst die Musik nur für nicht-kommerzielle Zwecke verwenden und sie nicht verändern.
  • CC0 – Der Urheber hat im rechtlich möglichen Umfang auf seine Urheberrechte verzichtet. Du kannst die Musik daher grundsätzlich ohne vorherige Erlaubnis verwenden, bearbeiten und monetarisieren.

YouTube empfiehlt ebenfalls, vor der Verwendung des Materials die Creative-Commons-Lizenzbedingungen zu prüfen.

Gemeinfreie Musik / Public Domain

Gemeinfreie Musik (Public Domain) bezeichnet Musik, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt ist. Das bedeutet grundsätzlich, dass sie verwendet, kopiert, bearbeitet und verbreitet werden kann, ohne die Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers einzuholen oder Lizenzgebühren zu zahlen.

Damit kann gemeinfreie Musik eine interessante Option sein.

Es gibt jedoch ein wichtiges Detail:

Eine Komposition kann gemeinfrei sein, während eine bestimmte Aufnahme dieser Komposition weiterhin urheberrechtlich geschützt ist.

Gehe also nicht davon aus, dass jede Aufnahme eines jahrhundertealten Musikstücks automatisch kostenlos verwendet werden darf. Prüfe immer, ob die Quelle, von der du die Musik herunterlädst, den jeweiligen Track eindeutig als Public Domain (PD) kennzeichnet.

Musopen ist ein Archiv mit gemeinfreier Musik, die du herunterladen und auf YouTube verwenden kannst.

Kommerziell veröffentlichte Musik

Du kannst beliebte Musik legal verwenden, wenn du die erforderlichen Rechte oder eine entsprechende Erlaubnis besitzt.

Ein Künstler, Label, Verlag oder Musiklizenzierungsdienst kann dir beispielsweise die erforderlichen Nutzungsrechte gewähren.

Das „Problem“ dabei: Kommerziell veröffentlichte Musik kann mehrere Rechteinhaber umfassen, und für die Komposition und die konkrete Aufnahme können unterschiedliche Rechte gelten. Dadurch wird die Lizenzierung sehr komplex.

Für die meisten YouTube-Creator ist es wenig praktikabel, alle erforderlichen Genehmigungen für die Nutzung kommerziell veröffentlichter Songs einzuholen, da dies häufig teuer und kompliziert ist.

So funktioniert die Copyright-Erkennung auf YouTube

YouTube verlässt sich nicht ausschließlich darauf, dass jemand dein Video manuell ansieht und entscheidet, ob du urheberrechtlich geschützte Musik verwendet hast. Bei 2,5 Millionen Videos, die täglich auf YouTube hochgeladen werden, wäre es schlicht unmöglich, jedes Video manuell zu überprüfen.

Ein großer Teil des Prozesses ist deshalb automatisiert.

Dieses automatisierte System heißt Content ID.

Was ist Content ID?

Content ID ist das automatisierte System von Google zur Erkennung registrierter Inhalte auf mehreren Social-Media-Plattformen, nicht nur auf YouTube.

So funktioniert das Content-ID-System:

  1. Wenn ein Künstler oder Produzent neue Musik, Sounds, Bilder oder Videos erstellt, kann er entscheiden, diese Inhalte in der Content-ID-Datenbank zu registrieren.
  2. Jedes Mal, wenn ein neues Video auf YouTube hochgeladen wird, scannt Content ID das Video und vergleicht die Audio- und Bildinhalte mit Referenzmaterial, das von den Urheberrechtsinhabern bereitgestellt wurde. Erkennt das System eine Übereinstimmung, kann es einen Content-ID-Claim erstellen.
  3. Was anschließend passiert, hängt von der Richtlinie des Urheberrechtsinhabers ab.Wenn der Rechteinhaber den betreffenden Inhalt in der Content-ID-Datenbank registriert, kann er auch festlegen, was passiert, wenn sein Material erkannt wird.Ein Content-ID-Claim kann dazu führen, dass das Video …
  • … vom Urheberrechtsinhaber monetarisiert wird (der Urheberrechtsinhaber erhält die Werbeeinnahmen anstelle des Video-Uploaders)
  • … für Zuschauerstatistiken erfasst wird
  • … stummgeschaltet wird

Copyright-Claim vs. Copyright-Strike: Was ist der Unterschied?

Copyright-Claims und Copyright-Strikes werden häufig synonym verwendet.

Ein Content-ID-Claim ist jedoch nicht dasselbe wie ein Copyright-Strike.

Was ist ein Copyright-Claim auf YouTube?

Ein Copyright-Claim, auch als „Content-ID-Claim“ bezeichnet, wird – wie wir gelernt haben – erstellt, wenn das Content-ID-System von YouTube eine Übereinstimmung mit registriertem urheberrechtlich geschütztem Material erkennt.

Der Urheberrechtsinhaber legt anschließend eine Richtlinie fest, die bestimmt, was mit deinem Video passiert.

Abhängig von dieser Richtlinie kann dein Video online bleiben und monetarisiert oder zu Analysezwecken erfasst werden. Es kann aber auch stummgeschaltet werden.

Wie wirkt sich ein Copyright-Claim auf deinen Kanal aus?

Ein Content-ID-Claim betrifft das jeweilige Video, hat aber keine Auswirkungen auf deinen Kanal.

Der Rechteinhaber des beanspruchten Materials kann dein Video monetarisieren und die damit verbundenen Werbeeinnahmen erhalten.

Das kann natürlich zum Problem werden, wenn Werbeeinnahmen für dich eine wichtige Einnahmequelle darstellen.

Ein Copyright-Claim ist kein Copyright-Strike.

Dieser Unterschied ist wichtig.

  • Ein Copyright-Claim auf YouTube ist eine Benachrichtigung darüber, dass urheberrechtlich geschütztes Material in deinem Video erkannt wurde. Der Rechteinhaber kann das Video monetarisieren, stummschalten oder seine Performance verfolgen.
  • Ein Copyright-Strike ist eine deutlich ernstere urheberrechtliche Maßnahme, die manuelles Eingreifen erfordert. Das bedeutet, dass jemand einen Antrag auf Entfernung deines Videos wegen einer Urheberrechtsverletzung gestellt hat.

Wie kannst du einen Copyright-Claim entfernen?

Wenn der Claim berechtigt ist, bietet YouTube verschiedene Möglichkeiten, ihn zu lösen, beispielsweise indem du das beanspruchte Material entfernst oder ersetzt. Wenn du die erforderlichen Rechte zur Nutzung des Materials besitzt, kannst du den Claim anfechten.

So erhebst du Einspruch gegen einen Content-ID-Claim:

  1. Öffne die YouTube-Studio-App.
  2. Tippe auf Inhalte.
  3. Wähle ein Video mit einer Copyright-Einschränkung aus und klicke auf Einschränkungen.
  4. Tippe im unteren Bereich auf Probleme prüfen.
  5. Klicke auf den entsprechenden Claim.
  6. Klicke unter Mögliche Maßnahmen auf Einspruch einlegen.
  7. Folge den weiteren Schritten, um den Einspruch einzureichen.

YouTube weist ausdrücklich darauf hin, dass die Nennung des Urhebers, der Besitz einer Kopie des Songs oder die Entscheidung, das Video nicht zu monetarisieren, keine gültigen Gründe für einen Einspruch gegen einen Content-ID-Claim sind.

Wenn du jedoch über eine gültige Lizenz verfügst, kann dies eine legitime Grundlage für einen Einspruch sein. Um einen Copyright-Claim zu entfernen, musst du möglicherweise nachweisen, dass du die erforderlichen Rechte oder die Erlaubnis zur Nutzung des Materials besitzt.

Bewahre deine Lizenzzertifikate oder Rechnungen gut auf, damit du sie deinem Einspruch beifügen kannst.

Wie kannst du Copyright-Claims auf YouTube vermeiden?

Der beste Weg, Copyright-Claims auf YouTube zu vermeiden, besteht darin, ausschließlich Musik mit klaren Lizenzbedingungen zu verwenden, beispielsweise GEMA-freie Musik.

Selbst kostenlos nutzbare Musik, Creative-Commons-Musik oder Musik, die als „copyright-frei“ bezeichnet wird, kann Copyright-Claims auslösen, wenn nicht eindeutig geklärt ist, wer die Rechte an der Musik besitzt. Und sobald du einen Claim erhältst, gibt es möglicherweise niemanden, der dir bei der Lösung des Problems helfen kann.

Plattformen für GEMA-freie Musik bieten dir nicht nur eine Lizenz für GEMA-freie Musik. Sie können auch direkt mit YouTube kommunizieren und dabei helfen, Copyright-Claims für deinen Kanal zu verhindern. Dies geschieht über eine sogenannte „Whitelist", „Allowlist" oder „Safelist".

Bei HookSounds hat jeder Nutzer, der ein Abonnement oder eine Einzellizenz erwirbt, beispielsweise über sein Profil Zugriff auf eine eigene Whitelist. Füge einfach die URL deines YouTube-Kanals hinzu und wir informieren YouTube darüber, dass du die erforderlichen Rechte zur Nutzung der Musik besitzt. So können Copyright-Claims auf deinen Videos verhindert werden.

Hier findest du eine vollständige und detaillierte Anleitung dazu, wie du deine Social-Media-Kanäle auf die Whitelist setzen kannst, um Copyright-Claims zu vermeiden.

Was ist ein Copyright-Strike auf YouTube?

Ein Copyright-Strike entsteht, wenn YouTube Inhalte aufgrund eines berechtigten Antrags auf Entfernung wegen einer Urheberrechtsverletzung entfernt.

Das ist eine deutlich ernstere Situation, da der betreffende Inhalt tatsächlich von YouTube entfernt wird.

An diesem Punkt geht es also über eine einfache Benachrichtigung hinaus und wird zu einem schwerwiegenderen Copyright-Problem.

Was passiert nach einem, zwei oder drei Copyright-Strikes?

YouTube gibt derzeit an, dass ein Copyright-Strike nach 90 Tagen abläuft, wenn du die Copyright School absolvierst und weniger als drei aktive Strikes hast.

Bei einem Strike wird der verletzende Inhalt entfernt und der Strike bleibt aktiv.

Bei zwei Strikes gilt derselbe Prozess, dein Kanal befindet sich nun jedoch deutlich näher an den schwerwiegendsten Konsequenzen.

Bei drei Copyright-Strikes kann dein Konto zusammen mit allen damit verbundenen Kanälen beendet werden. Außerdem kannst du keine neuen YouTube-Kanäle erstellen.

Das ist Grund genug, Copyright-Strikes ernst zu nehmen.

Wie kannst du einen Copyright-Strike entfernen?

Es gibt drei Möglichkeiten, einen Copyright-Strike auf YouTube zu lösen:

  1. Warte 90 Tage, bis der Strike abläuft. Wichtig: Du musst einen kurzen Copyright-Kurs („Copyright School“) absolvieren. Dieser soll dir vermitteln, wie Urheberrecht auf YouTube funktioniert und was du wissen musst, um zukünftige Verstöße zu vermeiden. Der Kurs umfasst einige theoretische Lektionen und anschließend ein Quiz.
  2. Manchmal zieht der Anspruchsteller den Antrag auf Entfernung des Inhalts selbst zurück.
  3. Kontaktiere den Urheberrechtsinhaber und bitte ihn, den Antrag auf Entfernung zurückzuziehen.

Wo findest du rechtssichere Musik für YouTube?

Anstatt Musik von beliebigen Quellen aus dem Internet herunterzuladen, solltest du spezialisierte Plattformen für GEMA-freie Musik nutzen, die Erfahrung mit YouTube-Copyright haben und klar definierte Lizenzbedingungen anbieten.

Für Creator, die speziell für YouTube nach GEMA-freier Musik suchen, bietet HookSounds eine eigene Sammlung von Musik für YouTube-Videos sowie integrierte Whitelisting-Tools, um Copyright-Claims zu verhindern.

Erstelle deinen kostenlosen HookSounds-Account und entdecke eine riesige Musikbibliothek mit hochwertiger, GEMA-freier Musik und Soundeffekten, die du sicher auf YouTube und Social Media verwenden kannst.

 

Screenshot der HookSounds-Seite für GEMA-freie Musik – GEMA-freie Musik ist der beste Weg, Copyright-Claims auf YouTube zu vermeiden.

Von dezentem Ambient bis hin zu epischen Filmsoundtracks – für jeden Kanal und jede Nische ist etwas dabei.

Das Wichtigste ist, dass du eine Musikbibliothek wählst, bei der du genau verstehst, wofür du die Musik tatsächlich lizenziert hast.

Deine Checkliste für rechtssichere Musik auf YouTube

Bevor du dein nächstes Video veröffentlichst, gehe diese Liste durch.

  • [ ] Ich habe eine zuverlässige und seriöse Quelle für sicher nutzbare Musik verwendet.
  • [ ] Ich weiß, was ich mit der Musik tun darf und was nicht.
  • [ ] Die kommerzielle oder monetarisierte Nutzung ist ausdrücklich erlaubt (falls dies auf meine Videos zutrifft).
  • [ ] Ich weiß, ob eine Namensnennung erforderlich ist und wie ich den Künstler korrekt angebe.
  • [ ] Ich habe meinen Kanal bzw. meine Kanäle auf die Whitelist gesetzt – falls erforderlich.
  • [ ] Falls verfügbar: Ich habe einen Nachweis gespeichert, dass ich die erforderlichen Nutzungsrechte erworben habe.

Wenn du alle Punkte abhaken kannst, hast du bereits viele der häufigsten Ursachen für musikbezogene Copyright-Probleme ausgeschlossen.

Wie HookSounds Creatorn hilft, Musik sicher auf YouTube zu nutzen

Angesichts der vielen Arten von Musik, Quellen und Lizenzmodellen kann das Thema Musik-Copyright schnell wie ein Dschungel voller Stolperfallen wirken.

Deshalb ist es oft am besten, bei einer vertrauenswürdigen Musikquelle mit klaren und einheitlichen Lizenzbedingungen für den gesamten Katalog zu bleiben.

HookSounds bietet von Menschen produzierte, GEMA-freie Musik und SFX unter einem transparenten Lizenzsystem an. Dieses wurde für Creator entwickelt, die Content veröffentlichen möchten, ohne sich bei jedem Upload mit komplizierten Musikrechten auseinandersetzen zu müssen.

Eine besonders nützliche Funktion zur Vermeidung von Copyright-Claims auf YouTube ist unser Channel-Whitelisting.

Nachdem du deine Social-Media-Kanäle auf die Whitelist gesetzt hast, übermittelt HookSounds deine Lizenzberechtigung an YouTube und hilft so dabei, zu verhindern, dass HookSounds-Tracks Copyright-Claims auslösen.

Dadurch wird die Musiklizenzierung zu einem planbareren und effizienteren Bestandteil deines Content-Produktionsprozesses.

FAQ

Kann ich 5 Sekunden eines urheberrechtlich geschützten Songs auf YouTube verwenden?

Nein.

YouTube weist ausdrücklich darauf hin, dass selbst die Verwendung sehr kurzer Ausschnitte urheberrechtlich geschützten Materials zu einem Content-ID-Claim führen kann. Der sicherste Weg, einen Copyright-Claim zu vermeiden, besteht darin, einen ordnungsgemäß lizenzierten Track von einer zuverlässigen Musikquelle zu verwenden.

Kann ein YouTube-Short einen Copyright-Claim erhalten?

Ja.

Auch YouTube Shorts können von Copyright-Claims betroffen sein.

Shorts mit einer Länge von unter 60 Sekunden bleiben verfügbar, während der Anspruchsteller entscheiden kann, den Content zu monetarisieren, zu verfolgen oder zu blockieren.

Shorts zwischen einer und drei Minuten Länge mit einem aktiven Content-ID-Claim werden weltweit blockiert, unabhängig von der Richtlinie des Anspruchstellers.

Kann ein YouTube-Livestream einen Copyright-Claim erhalten?

Ja.

Urheberrechtlich geschützte Musik kann während eines Livestreams zu Copyright-Problemen führen. Alle Livestreams werden während der Übertragung auf urheberrechtlich geschützte Inhalte Dritter überprüft.

Wenn YouTube eine Übereinstimmung erkennt, wird der Streamer aufgefordert, die Nutzung des Materials Dritter zu beenden. Du kannst den Livestream fortsetzen, wenn du die urheberrechtlich geschützten Inhalte nicht mehr verwendest. Wenn du dies nicht tust, wird dein Livestream beendet und durch ein Platzhalterbild ersetzt.

Können Reaction-Videos Copyright-Claims erhalten?

Ja, auch Reaction-Videos können Copyright-Claims erhalten.

Content ID scannt dein Reaction-Video und wendet die entsprechenden Richtlinien an, genau wie bei normalen Videos. Wenn registriertes Material verwendet wurde, kann dies einen Copyright-Claim auslösen, da Content ID den Kontext der Nutzung nicht versteht – beispielsweise, ob die Verwendung möglicherweise unter eine Fair-Use-Regelung fällt.

Achte darauf, dass dein Reaction-Video Kommentare oder Kritik enthält, die möglicherweise unter eine urheberrechtliche Ausnahme fallen könnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Reaction-Video automatisch vollständig geschützt ist.

Die Monetarisierungsrichtlinien von YouTube können bestimmte Reaction-Videos erlauben, wenn sie einen wesentlichen Mehrwert durch eigene Kommentare bieten, das Urheberrecht gilt davon jedoch unabhängig.

Verhindert die Nennung des Urhebers einen Copyright-Claim?

Nein.

Eine Namensnennung ist nur dann erforderlich, wenn dies in der jeweiligen Lizenz oder Nutzungserlaubnis vorgeschrieben ist. Sie ersetzt keine Erlaubnis.

YouTube weist ausdrücklich darauf hin, dass die bloße Nennung des Urheberrechtsinhabers kein gültiger Grund ist, um einen Content-ID-Claim anzufechten.

Eine schriftliche Lizenz oder ein anderer Nachweis, der deine Nutzungsrechte belegt, ist eine der sichersten Möglichkeiten, Copyright-Claims auf YouTube zu vermeiden.

Wie schnell wird ein Copyright-Einspruch bearbeitet?

Das kann 24 Stunden bis zu 30 Tagen dauern.

Wenn du einen Einspruch gegen einen Copyright-Claim einreichst, hat der Urheberrechtsinhaber 30 Tage Zeit, darauf zu reagieren. Wenn er nicht reagiert, wird der Claim nach 30 Tagen automatisch aufgehoben.

Wenn der Anspruchsteller deinen Einspruch ablehnt, kannst du gegen diese Entscheidung Berufung einlegen. Der Anspruchsteller hat anschließend weitere 7 Tage Zeit, auf deine Berufung zu reagieren. Wenn er nicht antwortet, wird der Claim nach Ablauf dieser Frist automatisch aufgehoben.

Fazit

Zunächst einmal: Keine Panik. Ein Content-ID-Claim ist nicht dasselbe wie ein Copyright-Strike und bedeutet nicht automatisch, dass dein Kanal eine Copyright-Strafe erhalten hat.

Um auf der sicheren Seite zu bleiben, solltest du in deinen YouTube-Videos ordnungsgemäß lizenzierte Musik von seriösen Anbietern mit transparenten Lizenzbedingungen verwenden – beispielsweise HookSounds.

Wenn du Musik in deinen YouTube-Videos verwendest, die du nicht selbst erstellt hast, solltest du sicherstellen, dass die Plattform oder der Dienst, von dem du die Musik heruntergeladen hast, eine Möglichkeit bietet, deinen Kanal auf die Whitelist zu setzen oder zumindest eine einfache Möglichkeit zur Lösung von Copyright-Claims bereitstellt.